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Delegiertenversammlung setzt Zeichen in Biel |
Transmis par: s.imobersteg Actif Lundi 14 Juin 2010 - 09:16
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Bieler Politik zu Gast an der DV
Die diesjährige Delegiertenversammlung des SMV fand am 12. Mai nachmittags in Biel statt. Die Wahl von Biel als Standort war verbunden mit der Absicht, den Kolleginnen und Kollegen des Bieler Sinfonieorchesters den Rücken zu stärken und die Solidarität und Unterstützung eines gewichtigen Teils der Schweizer Musikerinnen und Musiker, sowie auch des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, zu bekunden.
Erfreulicherweise waren sowohl der Bieler Kulturdirektor Pierre-Yves Moeschler als auch der Stiftungsratspräsident des Orchesters, Philippe Krüttli, während des ersten Teils der Versammlung anwesend und bereit, ihre Standpunkte darzulegen. Deutlich wurde dabei, dass die Stadt Biel grossen Wert auf ein qualitativ hoch stehendes Orchester legt und dieses «mit allen im Bereich des Möglichen liegenden Mitteln» unterstützt werden soll, dass andererseits allerdings diese Mittel begrenzt sind und daher einschneidende Umstrukturierungen notwendig sein könnten.
Von Seiten der Orchestermusiker, des SMV und SGB wurde ebenfalls auf Grenzen hingewiesen, beispielsweise bezüglich Belastbarkeit und Einsparungen, und mit Nachdruck betont, der derzeitige gesetzeswidrige Zustand sei nicht länger haltbar (siehe Solidaritätsbekundung). Einig indessen war man sich darüber, dass der einzige Weg zu einer tragfähigen Lösung nur über Verhandlungen und Gespräche sich respektierender und gleichberechtigter Partner führen kann.
Wahlen und Anträge aus den Sektionen
Der anschliessende geschäftliche Teil der Delegiertenversammlung verlief unspektakulär. Mehrheitlich einstimmig wurden der Tätigkeitsbericht des Zentralsekretariats, die Jahresrechnung 2009 und das Budget 2010 angenommen sowie Décharge an Zentralsekretärin und Zentralvorstand erteilt. Die Mitglieder des Zentralvorstands wurden in ihren Ämtern auf zwei weitere Jahre bestätigt, ebenso der Zentralpräsident und die Zentralsekretärin. Alle übrigen Wahlen von Vertretern in verschiedenen Gremien konnten rasch und problemlos vorgenommen werden.
Die zu behandelnden Anträge aus den Sektionen betrafen in erster Linie das Anliegen, die Anerkennung der SMV-Tarife bei den Veranstaltern voranzutreiben und insbesondere die Verpflichtung zu Sozialabgaben und Zuschlägen unmissverständlich zu dokumentieren. Dies soll vor allem durch entsprechende Ergänzungen in den publizierten Tarifordnungen geschehen. Darüber hinaus soll ein Merkblatt zu den Tarifen erstellt werden sowie ein Argumentarium, wie es bereits in der Präsidentenkonferenz am Vormittag beschlossen worden war.
Ebenfalls in diesen Bereich gehört der Wunsch, die seit Anfang Jahr geltende AHV-Pflicht für Kulturschaffende bei den Arbeitgebern durchzusetzen und nötigenfalls die entsprechenden AHV-Stellen miteinzubeziehen.
Präsidentenkonferenz, Kassierinnen/Kassiere, Geschäftsstellen
Im Vorfeld der Delegiertenversammlung fand am Vormittag bereits eine Präsidentenkonferenz statt, parallel dazu eine Konferenz der Kassierinnen und Kassiere und Geschäftsstellenleiterinnen und -leiter.
Für die Präsidentenkonferenz waren Anträge eingegangen, welche die oben erwähnte Thematik der Tarifdurchsetzung betrafen sowie Tarife für Arbeitsleistungen nach Mitternacht. Ausserdem wurde die Nichtbeachtung von Mitgliedern aus VESBO-Orchestern bei Probespielen und die Usanz bezüglich Alterslimiten bei Probespielen diskutiert und ein entsprechendes Schreiben an die VESBO verabschiedet. Abschliessend informierten die Vertreter aus Biel, Bern und Lugano über die Situation in ihren Sektionen.
Zweck der Konferenz von Geschäftsstellenleitern und Kassierinnen war die Diskussion und Information bezüglich Mitgliederverwaltung, Mitgliederwerbung und Dienstleistungen der Geschäftsstellen. Hier ergab sich ein reger Austausch, der in der anschliessenden vereinigten Konferenz, zu welcher die Sektionspräsidenten dazu kamen, fortgesetzt werden konnte.
Insbesondere die Mitgliederwerbung, die Betreuung der Freischaffenden und die Frage nach einer eigenen Sektion oder Abrechnungsstelle für die Freischaffenden standen hier zur Diskussion.
Eine ganz neue Perspektive brachte Zentralpräsident Beat Santschi zur Sprache mit der Idee, für die Funktionäre der Sektionen ggf. Weiterbildungen zu organisieren, um sie auf diese Weise in ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen. Der Vorschlag wurde mit Dankbarkeit und grossem Interesse aufgenommen. Nach Möglichkeit sollen SMV-interne Know-how-Ressourcen dafür genutzt werden.
Das vollständige Protokoll der Delegiertenversammlung sowie die Modalitäten bezüglich Rekursfrist können auf der Website des SMV (www.smv.ch) oder im Zentralsekretariat eingesehen werden.
Sara Imobersteg
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