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Solidaritätsbekundung für das Sinfonieorchester Biel |
Transmis par: s.imobersteg Actif Lundi 14 Juin 2010 - 09:14
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Die SMV-Delegiertenversammlung hat mit Besorgnis von der aktuellen Situation des Sinfonieorchesters Biel Kenntnis genommen.
Die Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters Biel arbeiten seit Jahren nach einem völlig veralteten GAV. Dieser widerspricht in zahlreichen Punkten dem 2001 revidierten und heute geltenden Arbeitsgesetz. Bereits seit Sommer 2008 liegt ein sozialpartnerschaftlich ausgehandelter neuer und gesetzeskonformer GAV vor, dessen Unterzeichnung von Arbeitgeberseite jedoch immer wieder hinausgeschoben wurde. Die SMV-Delegiertenversammlung fordert, dass dieser widerrechtliche Zustand endlich aufgehoben wird und das Orchester mit neuem GAV nach geltendem Recht arbeiten kann.
Das Sinfonieorchester Biel liegt im Vergleich zu sämtlichen Berufsorchestern der Schweiz seit langer Zeit überdeutlich am hinteren Ende in Bezug auf Vertrags- und Arbeitsbedingungen. Der Abstand hat sich in den letzten Jahren sogar noch vergrössert. Zum Beispiel liegt in den anderen Schweizer Berufsorchestern die Jahresmaximaldienstzahl gestaffelt zwischen 260 und 300 Diensten, in Biel befindet sie sich aktuell bei 340 Diensten! Anders ausgedrückt arbeiten die Bieler Musikerinnen und Musiker ein bis zwei Monate pro Jahr mehr als alle ihre Berufskollegen, und dies sogar mit dem mit Abstand tiefsten Lohn. Die SMV-Delegiertenversammlung fordert deshalb die Verantwortlichen auf, die laufenden Umstrukturierungen unter anderem auch für eine in jeder Hinsicht rasche Annäherung des Sinfonieorchesters Biel an die übrigen VESBO-Orchester zu nutzen.
Die Delegiertenversammlung des SMV ist äusserst besorgt über diese Zustände und sichert dem Orchester und der Sektion Biel jede Unterstützung zu.
Das Ziel aller kann doch nur ein qualitativ hoch stehendes und im Rahmen seiner Möglichkeiten leistungsfähiges Sinfonieorchester Biel mit gesetzeskonformen und fairen Arbeitsbedingungen sein. Arbeitgeber und Politik stehen diesbezüglich in der Pflicht; sie sind zum ziel- und lösungsorientierten Dialog aufgerufen. Selbstredend ist dazu Offenheit aller Beteiligten notwendig, verbunden mit dem uneingeschränkten Willen zur Transparenz, was die gegenseitigen Probleme, Anliegen und Absichten betrifft.
Für die Delegiertenversammlung SMV
Barbara Aeschbacher, Zentralsekretärin SMV
Biel, 12.Mai 2010
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