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SMV-Delegiertenversammlung solidarisiert sich mit dem Orchester des Musikkollegiums Winterthur
An ihrer heutigen Versammlung haben die Delegierten des SMV folgende Solidaritätsbekundung an die Musikerinnen und Musiker des Orchesters des MKW verabschiedet:
„Die SMV - Delegiertenversammlung hat mit Besorgnis von der aktuellen Situation und den Vorgängen um das Orchester des Musikkollegiums Winterthur Kenntnis genommen.
Auch wenn die Reduzierung auf ein Teilzeitorchester erfreulicherweise nicht mehr zur Diskussion steht und eine Verbesserung hinsichtlich Mitbestimmung des Orchesters im neuen GAV enthalten sein soll, kann es nicht angehen, dass neben einer vorgesehenen Erhöhung der Dienstmaxima und einer Reduktion und Flexibilisierung der Ferien auch noch Lohnkürzungen erwogen werden. Diese hätten ähnlich negative Auswirkungen wie das Teilzeitorchester- Modell: da das Lohnniveau ohnehin nicht dem eines Akademikers – jeder Musiker hat den Abschluss einer Hoch- oder Fachhochschule – entspricht, würde die Attraktivität des Orchesters noch mehr beschädigt werden.
Der SMV fordert deshalb: Kein Lohnabbau!
Das Orchester leistet mit seinem Engagement einen erheblichen Beitrag zur Behebung der von aussen verursachten Schwierigkeiten. Der SMV unterstützt die Musikerinnen und Musiker und die Orchestervertreter in ihrem Einsatz und zollt ihnen dafür grossen Respekt. Vom Vorstand des Musikkollegium Winterthur erwartet der SMV dies ebenso. Der SMV appelliert an eine sozialpartnerschaftliche Haltung im Hinblick auf aktuelle Probleme und die anstehenden GAV- Verhandlungen.
Die SMV-Delegiertenversammlung sichert dem Orchester jegliche solidarische Unterstützung zu. Winterthur darf nicht zum Vorreiter eines gesamtschweizerischen kulturellen Kahlschlages werden!“
Der Schweizerische Musikerverband
Luzern, 14. Mai 2012
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Kulturinfarkt bedroht Fagott-Konzerte!
Vor einigen Jahren lernte ich – eher zufällig bei einem Krankenbesuch – meinen Kollegen in gleicher Position, den Solo-Fagottisten des Orchestra della Svizzera Italiana kennen und da sich dabei herausstellte, dass wir Cousins (zwar entfernterer Grade) waren, blieben wir weiterhin in Kontakt. Nach seiner Pensionierung erhielt ich von ihm immer wieder Mitschnitte von unbekannten aber wunderbaren Fagott-Konzerten des 20.Jahrhunderts, welche er mit seinem Orchester aufgenommen hatte. Das waren noch Zeiten, denke ich mir. Das Radio mitten drin im zeitgenössischen Schaffen. Was für eine Vielfalt musikalischen Schaffens gewährten damals noch öffentlich-rechtliche Gebühren. Aber das war einmal, das Schweizer Radio zieht sich demnächst weitgehend aus der Unterstützung auch «seines» letzten Klangkörpers, dem «OSI», zurück. In Deutschland wird das für zeitgenössische Musik höchst qualifizierte SWR-Sinfonie-Orchester Baden-Baden bald Geschichte sein. weiterlesen...
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Online-Petition zur Rettung der SWR-Orchester Der SWR hat radikale Sparmaßnahmen bei seinen beiden Orchestern angekündigt. Sowohl das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart als auch das Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sind hierdurch in ihrer Existenz bedroht. Schon bald sollen verbindliche Entscheidungen getroffen werden.
Unterstützen Sie die DOV, den deutschen Partnerverband des SMV, bei ihrem Kampf gegen diesen irreversiblen Kulturabbau in unserem Nachbarland und bei ihrer Forderung, beide Orchester zu erhalten - an ihren Standorten und mit ihrem hohen künstlerischen Niveau.
Hier geht's zur Online-Petition
Verfasst von: Admin am Mittwoch, 16. Mai 2012, 07:07 Uhr >>>  |
Von der Kunst des Aufhörens Beschränken wir uns auf mögliche Situationen im musikalischen Alltag – positiv wie negativ besetzt: Was kommt der geneigten Leserschaft wohl in den Sinn zu diesem Titel?
Rechtzeitiges – noch besser: frühzeitiges – Beenden einer Probe durch einen Dirigenten? Eine wohlgemeinte, gleichwohl bemühend lange Ansprache vor einem Auftritt? Eine Komposition, die einfach nicht enden will, weil der Komponist, gefangen von seinen genialen(?) Ideen, uns stets noch etwas sagen zu müssen glaubt? Die wunderbar ausgewogenen Proportionen eines Werkes? Verbrauchte Stimmen, ermattete instrumentale Energie bei Solistinnen und Solisten, wenn nicht gar bei Kolleginnen oder Kollegen – oder etwa bei sich selber? Vollendete Klanggebung, welche einen Ton oder eine Phrase mit ebensolcher Sorgfalt enden lässt, mit der diese begonnen wurden?
Verfasst von: s.imobersteg am Donnerstag, 12. April 2012, 13:42 Uhr >>> weiterlesen... 'Von der Kunst des Aufhörens' (4068 Zeichen mehr)  |
Langfristige Strategie der Zusammenarbeit der Schweizer Berufsmusikerverbände Kommentar zur Zusammenfassung der Studie zur Strategie der Zusammenarbeit des SMV mit den anderen Schweizer Berufsmusikverbänden im Performancebereich
Seit rund zwei Jahren treffen sich die PräsidentInnen und GeschäftsleiterInnen der action swiss music, des Schweizer Musik Syndikats, des Schweizerischen Tonkünstlervereins und des SMV zu regelmässigen Gesprächen, um Informationen auszutauschen sowie mögliche Synergien und Kooperationsformen auszuloten. In diesem Zusammenhang wurden drei Kulturmanagement-Diplomanden der Universität Basel mit einer Studie beauftragt, deren zusammengefasste Ergebnisse sich weiter unten finden.
Bei der Lektüre der Zusammenfassung sollte bedacht werden, dass es sich dabei um eine unabhängige Studie handelt, die die Meinung der VerfasserInnen wiedergibt und nicht zwingend diejenige der auftraggebenden Verbände. Umso mehr freuen sich Zentralvorstand und -sekretariat im Hinblick auf das weitere Vorgehen auf eine kritische Diskussion der Ergebnisse und Handlungsempfehlungen.
Die Studie war zugleich die Diplomarbeit der drei VerfasserInnen und wurde mit beträchtlichem Aufwand quasi zum Nulltarif erstellt. Dafür gebührt den AutorInnen unser herzlichster Dank! Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an alle unsere Mitglieder, die bei der Umfrage zur Studie im letzten Sommer mitgemacht haben!
Beat Santschi, Zentralpräsident SMV
Verfasst von: Admin am Montag, 09. April 2012, 23:00 Uhr >>> weiterlesen... 'Langfristige Strategie der Zusammenarbeit der Schweizer Berufsmusikerverbände' (16659 Zeichen mehr)  |
Rückzug Musikinitiative - Ja zum direkten Gegenvorschlag Mit dem Ja des Bundesrates, des Ständerates und des Nationalrates zum direkten Gegenvorschlag des ursprünglichen Anliegens der Initiative «Jugend und Musik» zeigt sich das Initiativkomitee zufrieden und zieht die Initiative zugunsten des Gegenvorschlags zurück.
Beide Räte haben in ihren Schlussabstimmungen dem Gegenvorschlag mit sehr grossem Mehr zugestimmt. Damit kommt eine Verfassungsänderung über die musikalische Bildung zur Volksabstimmung, die unsere Forderungen nach Förderung der musikalischen Bildung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, für einen hochwertigen Musikschulunterricht, für den Zugang der Jugend zum Musizieren und der Begabtenförderung enthält», so Christine Egerszegi-Obrist, Präsidentin des Initiativkomitees.
Verfasst von: Admin am Montag, 19. März 2012, 14:53 Uhr >>> weiterlesen... 'Rückzug Musikinitiative - Ja zum direkten Gegenvorschlag' (1579 Zeichen mehr)  |
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